Aktuelle Empfehlungen
07.03.2012 Platow Börse: MVV – Einmaleffekte belasten
Die großen Energiekonzerne Deutschlands leiden unter dem Politikwechsel in Berlin. Bei MVV Energie sieht die Lage dagegen anders aus. Die Mannheimer sind in zukunftsträchtigen Bereichen wie Wind, KWK und Waste-to-Energy-Projekten gut aufgestellt. Im ersten Quartal 2011/12 (per 31.12.) wurde MVV die Bilanz aber durch das warme Wetter verhagelt. Der Fernwärme- und Gasabsatz lag zwischen Oktober und Dezember unter den saisonüblichen Werten. Zudem entstand ein Turbinenschaden in einem Kieler Gemeinschaftskraftwerk.
Aber es gibt Hoffnung. Zum einen ist das Kraftwerk in Kiel wieder am Netz, zum anderen verlief der Februar alles andere als mild. Dank der überdurchschnittlich tiefen Temperaturen könnte MVV einen Teil der Abschläge aus dem Q1 wieder aufholen. Im Gesamtjahr sollten die Umsätze des Konzerns bei rund 3,6 Mrd. Euro liegen und damit 2% über dem Vorjahr. Beim Gewinn je Aktie rechnen die Analysten allerdings mit einem Rückgang auf 1,55 Euro. Damit kommt die MVV –Aktie (26,44 Euro; DE000A0H52F5) nach den Kursgewinnen der letzten Monate auf ein zu hohes KGV von 17. Freude macht jedoch die Dividendenrendite von aktuell 3,4%. Zahltag ist der 19. März. Sie liegen bei der Aktie 25% im Plus. MVV bleibt für investierte Leser daher eine gute Halteposition. Ziehen Sie den Stopp auf 21 Euro nach. Kein Neueinstieg.
12.01.2012 Börse Online: Börsianer wittern Frühlingsluft
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22.12.2011 Börse Online: Investitionen aufgestockt
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01.09.2011 Nebenwerte-Journal: Energiewende bestätigt die eingeschlagene Strategie
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10.08.2011 Platow Börse: MVV Energie - Historisch günstig
Im Prinzip herrschte bei der Aktie von MW Energie (21,10 Euro; DEOOOAOH52F5) dieses Jahr pure Langeweile. Außer einem kleinen Ausreißer im März lagen die Papiere wie ein Brett im Markt. Mit dem in der vergangenen Woche beginnenden Ausverkauf sind die Aktionäre aber auch hier nervös geworden. Inzwischen musste der Titel rund ein Viertel seines Wertes abgeben. Damit bewegt sich das Papier auf historisch niedrigen Bewertungsniveaus.
Aktuell gehen die Analysten im Durchschnitt von einem EPS von 1,50 Euro für das laufende Geschäftsjahr 2010/11 (per 30.9.) aus. Das entspricht einem KGV von 14, was für den regionalen Versorger eher günstig ist. Zudem liegen nur rund 18,5% der Aktien im Streubesitz. Dies könnte in den nächsten Tagen ein weiteres Abrutschen verhindern. Nur mutige Investoren nutzen die aktuelle Schwäche zum gestaffelten Einstieg auf aktuellem Niveau und bei 19,50 Euro. Den Stopp bitte bei 16 Euro platzieren.
21.06.2011 Nebenwerte Insider: Der Mannheimer Energieversorger wird nachhaltig von der Energiewende profitieren
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06.06.2011 Nebenwerte Journal: Jahresziele nach erstem Halbjahr bestätigt
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25.02.2011 Nebenwerte Insider: Renditeverdächtiger Stadtwerke-Konzern
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04.02.2011 Nebenwerte Journal: Restrukturierung und hohe Investitionen in Wachstumsmärkte
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13.01.2011 Nebenwerte Journal: Leichtere Prognosen mit solidem Geschäftsmodell
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13.01.2011 Platow Brief: MVV-Chef ohne große Ambitionen
Die Bilanz des abgelaufenen Geschäftsjahres 2009/10 enthält keine Überraschungen. Wie im Vorjahr kommt das Mannheimer Energieunternehmen MVV auf ein operatives Ergebnis von 239 Mio. Euro. Was für den MVV-Vorstandsvorsitzenden Georg Müller angesichts der gerade erst überstandenen Wirtschaftskrise ein erfreuliches Ergebnis ist, freut die Investoren weniger: Mit der MVV sind keine hohen Renditen drin. Daran dürfte sich auch vorerst nichts ändern, denn auch für das laufende Geschäftsjahr erwartet Müller keine Gewinnsteigerung zum vierten Mal in Folge.
Was Müller als Kontinuität bezeichnet, wirft bei Branchenkennern die bange Frage auf: Wohin steuert die MVV? Als einziger börsennotierter Kommunalversorger Deutschlands sucht die MVV nach ihrer Nische, die sie von anderen Stadtwerken und kommunalen Versorgungsverbünden abgrenzt. Andererseits hegt Müller auch keinerlei Ambitionen, die MVV in Konkurrenz zu den großen Vier des Marktes E.ON, EnBW, RWE und Vattenfall treten zu lassen. Müllers Augenmerk richtet sich derweil auf den Ausbau der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) und der erneuerbaren Energien, allen voran der Windenergie. So kauft die MVV bspw. Für 25 Mio. Euro den Windpark Plauenhagen, um einen Fuß in den Wachstumsmarkt Windenergie zu kriegen. Insgesamt 3 Mrd. Euro sollen bis 2020 in KWK und erneuerbare Energien gesteckt werden.
Derzeitiges Prestigeprojekt ist die geplante Müllverbrennungsanlage in der südenglischen Hafenstadt Plymouth. Anfang Januar erhielt MVV die Zusage als sog. preferred bidder, bis Ende März Sollen die Verträge endverhandelt und unterschrieben sein. So gerne Müller über Seine KWK-Projekte spricht, so zurückhaltend ist er bei der Frage, wie es mit der Eigentümerstruktur der MVV weitergeht. EnBW ist mit 15,1% beteiligt, steht aber selbst vor Umstrukturierungen und hätte daher durchaus ein Interesse daran, diese wenig gewinnbringenden Anteile wieder loszuwerden. Nur wer sollte kaufen?
Die meisten Stadtwerke haben selbst kein Geld, ähnliches gilt für den MVV-Mehrheitseigner, die Stadt Mannheim (50,1%). Und für branchenfremde Investoren dürfte ein Unternehmen, das selbst offen zugibt, dass mit ihm kein schneller Euro zu verdienen sei, nicht gerade die erste Wahl sein.
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