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Entwicklung der Gesamtwirtschaft und Branche

In ihrem am 14. Oktober 2008 veröffentlichten Herbstgutachten gehen die führenden deutschen Wirtschaftsforschungsinstitute für das Jahr 2009 von einer deutlichen Abschwächung des inländischen Wirtschaftswachstums auf maximal 0,2% aus gegenüber der Wachstumsprognose von 2,2% für 2008. Als Hauptursachen für den Rückgang werden die internationale Finanzkrise und die daraus resultierenden negativen Auswirkungen auf die Realwirtschaft, insbesondere auf die Auftragseingänge und die Industrieproduktion, gesehen. Hinzu kommt, dass sich Kreditfinanzierungen für Unternehmen im Vergleich zu den letzten Jahren nur zu schlechteren Konditionen realisieren lassen. Diese Entwicklung dürfte im Verlauf des Jahres 2009 auch die Energiewirtschaft treffen.

Die Rohölpreise haben sich als Folge der Finanzkrise und der globalen Konjunkturschwäche gegenüber den Höchstständen im Juli 2008 von 145 US-Dollar/Barrel (Nordseemarke Brent) bis 20. November 2008 auf ein Niveau unter 50 USDollar/Barrel deutlich abgeschwächt. Die weiteren Rohölpreise werden von der Entwicklung an den internationalen Finanzmärkten und von der globalen Konjunkturentwicklung bestimmt.

Zentrale Herausforderungen unserer Branche sind neben Wettbewerb und Netzregulierung der drohende Klimawandel, die Abhängigkeit von immer knapper werdenden Primärenergieressourcen und der langfristige Anstieg der Rohstoff- und Energiepreise. Die Umsetzung der politischen Klimaschutzziele (siehe Seite 9) wird die Energieversorgungssysteme nachhaltig verändern. Realistisch betrachtet wird der künftige Energiebedarf – selbst wenn wir die regenerativen Energien ausbauen, Energie sparen und Effizienzverbesserungen erreichen – zumindest auf mittlere Sicht nicht allein mit erneuerbaren Energien gedeckt werden können.