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Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Die konjunkturelle Lage in der Europäischen Union hat sich - unterstützt durch ein niedriges Zinsniveau - im Verlauf des letzten Jahres moderat verbessert. Für das Jahr 2004 geht das Europäische Statistikamt Eurostat für die 25 Mitgliedstaaten von einem Wachstumsplus des Bruttoinlandsprodukts (BIP) in Höhe von 2,0% aus, für 2005 werden 2,4% Wachstum erwartet. Nach Ansicht der EU-Kommission ist damit die Trendwende geschafft und die Konjunkturbelebung in Europa angelaufen. Dank des Wachstums der Weltwirtschaft ist eine Zunahme der Exporte zu verzeichnen, die allerdings nicht über eine immer noch schwache Binnennachfrage hinwegtäuschen kann. Es bleibt abzuwarten, ob ein weiterer Anstieg der Primärenergiepreise die konjunkturelle Erholung abschwächen wird.

Die Erweiterung der Europäischen Union um zehn neue Mitgliedstaaten verändert auch für die deutsche Energiewirtschaft das politische und wirtschaftliche Umfeld. In unseren ausländischen Zielmärkten Tschechien und Polen rechnen wir aufgrund der Konjunkturimpulse und der zunehmenden Rechtssicherheit, die aus dem EU-Beitritt resultieren, mit verbesserten Marktchancen. Diese Länder rechnen aufgrund der weiterhin steigenden Exportdynamik für 2004 mit Wachstumsraten ihres Bruttoinlandsprodukts zwischen 2,9% und 4,6%. In Deutschland wird das BIP im Gesamtjahr 2004 nach einer Stagnation im Vorjahr voraussichtlich wieder leicht ansteigen; sein Wachstum soll laut Herbstgutachten der sechs führenden deutschen Wirtschaftsforschungsinstitute bei 1,8% liegen.