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es ist mir eine große Freude, mich mit diesem Geschäftsbericht erstmals als Vorstandsvorsitzender der MVV Energie direkt an Sie wenden zu können. Sie werden sich sicher fragen, welche Änderungen der Wechsel an der Spitze Ihres Unternehmens zur Folge haben wird. Auf diese Frage werde ich, in voller Übereinstimmung mit meinen Vorstandskollegen Dr. Werner Dub, Hans-Jürgen Farrenkopf und Karl-Heinz Trautmann, offen eingehen. Bevor wir jedoch den Blick in die Zukunft richten, lassen Sie uns zunächst zurückblicken auf die vergangenen Jahre und auf die Person, die diese Zeit maßgeblich gestaltet hat: Roland Hartung.

 

Mit der Verabschiedung von Roland Hartung als Vorstandsvorsitzenden der MVV Energie ist am 30. September 2003 eine Ära zu Ende gegangen. Herr Hartung hat das Unternehmen fünfzehn Jahre geführt. In diese Zeit fielen der Börsengang, die Liberalisierung der Energiemärkte und die Entwicklung unseres Unternehmens zu einem international tätigen Energiedienstleister.

 

Die Unternehmensgruppe hat in den vergangenen Jahren ein rasantes Wachstum vollzogen. Sie ist im Wesentlichen horizontal durch den Erwerb anderer Energieverteilungsunternehmen gewachsen, deren Kerngeschäfte dem der MVV Energie gleichen und die über ein ebenso gutes Endkundenpotenzial verfügen. Im Berichtsjahr hingegen stand in erster Linie die Integration der kürzlich erworbenen Beteiligungen in den Konzernverbund im Vordergrund. Eine Vielzahl von Maßnahmen wurde eingeleitet, um das Zusammenwirken innerhalb der Unternehmensgruppe zu fördern, Geschäftsprozesse aufeinander abzustimmen und konzerninterne Abläufe zu optimieren.

 

Der vorliegende Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2002/03 bestätigt die gute Substanz der MVV Energie: Das operative Konzernergebnis konnte trotz hoher Investitionen in erneuerbare Energien im Vergleich zum Vorjahr weiter gesteigert werden. Die deutliche Verbesserung ist maßgeblich auf den erfolgreichen Verkauf unserer Anteile an der Gasversorgung Süddeutschland GmbH zurückzuführen. Der Einmalertrag aus diesem Anteilsverkauf wurde zur Stärkung des Eigenkapitals, zum Abbau von Finanzschulden und zur Restrukturierung genutzt: Maßnahmen, die die Wettbewerbsfähigkeit unserer Unternehmensgruppe spürbar verbessern. Das um diesen Sondereffekt bereinigte operative Ergebnis stieg von 114 Mio Euro um 6% auf

121 Mio Euro. Damit wurde das angestrebte 5-prozentige Wachstum – bezogen auf das bereinigte operative Ergebnis – sogar leicht übertroffen.

 

Der Umsatz der MVV Energie Gruppe hatte bereits im Vorjahr ein hohes Niveau erreicht und stieg im Geschäftsjahr 2002/03 um 1% auf 1,7 Mrd Euro. Dies werten wir angesichts der anhaltenden Konjunkturschwäche und des schwierigen Branchenumfelds als Erfolg – auch wenn das Umsatzziel von 2 Mrd Euro trotz der positiven Entwicklung der Absatzzahlen im Endkundengeschäft nicht erreicht wurde.

 

Wo steht die MVV Energie heute? Durch die Beteiligungen in Offenbach, Solingen, Ingolstadt und Köthen sowie in den zukünftigen EU-Staaten Polen und Tschechien haben wir uns in bedeutenden Wirtschafts- und Wachstumsregionen strategisch gut positioniert. Gemeinsam mit unseren Beteiligungen, die ihren Markt vor Ort genau kennen und eine enge Kundenbindung haben, verfügt unsere Unternehmensgruppe gegenwärtig über ein Potenzial von rund

1,4 Millionen Kunden.



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