 
Wirtschaftliche Rahmenbedingungen
Die konjunkturelle Lage in der Europäischen Union hat sich im Verlauf des Jahres 2003 nur geringfügig verbessert. Belastend wirkten sich vor allem der Irak-Krieg, die steigenden Energiepreise sowie eine nur schwache wirtschaftliche Entwicklung in einigen Staaten der EU und in den USA aus. Die Prognose für das Wirtschaftswachstum im Gesamtjahr 2003 in der EU beläuft sich auf lediglich 0,8%. Unsere osteuropäischen Schlüsselmärkte Polen und Tschechien hingegen erwarten aufgrund ihrer steigenden Exportdynamik für 2003 mit jeweils rund 3% deutlich höhere Wachstumsraten. In Deutschland wird das Bruttoinlandsprodukt im Gesamtjahr 2003 nach einem bereits schwachen letztjährigen Wachstum (0,2%) voraussichtlich nur auf Vorjahresniveau liegen.
Energiewirtschaftliche Rahmenbedingungen
Das Europäische Parlament hat im Juni 2003 die zweite Stufe der Energiemarktliberalisierung verabschiedet. Kern der sogenannten Beschleunigungsrichtlinie sind gesetzliche Garantien für einen diskriminierungsfreien Zugang aller Marktteilnehmer zu den bestehenden Strom- und Gasnetzen sowie eine freie Wahl der Strom- und Gaslieferanten für Unternehmen ab Juli 2004, für Privatkunden ab 2007. Während in Deutschland seit Liberalisierungsbeginn in 1998 bereits alle Stromkunden ihren Versorger frei wählen können, war dies europaweit bislang nicht für alle Kunden möglich. Darüber hinaus verpflichtet die EU-Richtlinie die europäischen Energieversorgungsunternehmen, ihren jeweiligen Erzeugungs-, Netz- und Vertriebsbereich organisatorisch bis zum 1. Juli 2004 und gesellschaftsrechtlich bis zum 1. Juli 2007 zu entflechten (sogenanntes „Unbundling“). Außerdem schreibt die Richtlinie die Einrichtung einer Regulierungsbehörde für den Netzzugang vor. In Deutschland muss daher ein entsprechendes System des regulierten Netzzugangs eingeführt werden. 
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