Grundlage für die Dividendenausschüttung an die Aktionäre ist der Einzelabschluss 2007/08 der MVV Energie AG nach dem deutschen Handelsgesetzbuch (HGB). Danach weist das Unternehmen einen Jahresüberschuss von 93 Millionen Euro aus im Vergleich zu 68 Millionen Euro im Vorjahr. Aufsichtsrat und Vorstand schlagen der Hauptversammlung eine gegenüber dem Vorjahr um 10 auf 90 Cent je Aktie erhöhte Dividende vor. Die Ausschüttungssumme erhöht sich bei insgesamt 65,9 Millionen Aktien um 6,6 auf 59,3 Millionen Euro.
Für das laufende Geschäftsjahr 2008/09 bekräftigte der Vorsitzende des Vorstands von MVV Energie trotz der gesamtwirtschaftlichen Unsicherheiten den bereits im Januar veröffentlichten Ausblick: So rechnet das Unternehmen im Vergleich zum Vorjahr beim Umsatz mit einem einstelligen Wachstum auf 2,8 Milliarden Euro und erwartet ein etwas geringeres nachhaltiges operatives Ergebnis (EBIT vor IAS 39).
Mit Blick auf die aktuelle energiepolitische Diskussion sprach sich Dr. Müller gegen eine weitere Konzentration von Erzeugung und Vertrieb auf den deutschen und europäischen Energiemärkten aus: "Für einen wirklichen Wettbewerb braucht es Wettbewerber." Nur mit einem entsprechenden energiepolitischen Ordnungsrahmen könne sich der Markt wettbewerblich entwickeln.
Dies gelte sowohl für den Gas- als auch für den Strommarkt. So forderte der Vorstandsvorsitzende der MVV Energie die Schaffung einheitlicher H-Gas- und L-Gas-Marktgebiete sowie eine transparente Nutzung der Transport- und Speicherkapazitäten und der Regelenergiemärkte. Und auch in der Diskussion um die Zukunft der Übertragungsnetze setzt MVV Energie auf Effizienzverbesserung und mehr Wettbewerb durch eine deutlich engere Kooperation der Übertragungsnetzbetreiber: "Nicht zuletzt aufgrund des Ausbaus und der Integration erneuerbarer Energie muss das Übertragungsnetz effizient und transparent geführt werden - als Marktplatz, auf dem intensiver Wettbewerb gelebt wird."
Bei der anstehenden Modernisierung des deutschen Kraftwerksparks spricht sich MVV Energie für einen ausgewogenen Energie- und Technologie-Mix aus: "Für die Sicherstellung einer klimaschonenden und verlässlichen Stromversorgung in Deutschland brauchen wir neben einem weiteren Ausbau der Erneuerbaren Energien und verstärkten Anstrengungen im Bereich Energieeffizienz sowohl moderne Gaskraftwerke als auch moderne Kohlekraftwerke", so Dr. Müller. Dabei komme vor allem der umweltfreundlichen Kraft-Wärme-Kopplung eine besondere Bedeutung zu.
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