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MVV Investor > Presse > Pressemitteilungen > 15.05.2009
15.05.2009
MVV Energie trotz Wirtschaftskrise stabil
 

Erfolge im nationalen Vertrieb und kälterer Winter sorgen im ersten Halbjahr 2008/09 für Umsatz- und Ergebnisverbesserung - Vorstandsvorsitzender Dr. Müller: "Wir wollen und werden gestärkt aus der Krise hervorgehen."

Durch Erfolge im nationalen Vertrieb von Strom und Gas sowie mit einem durch den kälteren Winter höheren Absatz von Fernwärme und Gas konnte das Mannheimer Energie-unternehmen MVV Energie (ISIN: DE000A0H52F5, WKN: A0H52F) die bisherigen negativen Auswirkungen der Wirtschaftskrise gut verkraften und Umsatz und Ergebnis in den zurückliegenden sechs Monaten steigern. Bei der Vorlage der Ergebnisse des ersten Halbjahres des laufenden Geschäftsjahres 2008/09 (1. Oktober 2008 - 31. März 2009) betonte der Vorstandsvorsitzende der im SDAX notierten Stadtwerke-Gruppe, Dr. Georg Müller, am Freitag in Mannheim, die Wirtschaftskrise gehe zwar auch an MVV Energie nicht spurlos vorüber, das Unternehmen nutze mit seiner wettbewerbsorientierten und auf Energieeffizienz ausgerichteten Strategie auch und gerade in der Krise konsequent seine Marktchancen. Dr. Müller: "Und damit wollen und werden wir gestärkt aus der Krise hervorgehen."

In den ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahres 2008/09 stieg der Außenumsatz der MVV Energie Gruppe gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um 376 Millionen Euro oder 27 Prozent auf 1,8 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis (EBIT) vor IAS 39 - also bereinigt um die nicht zahlungswirksamen Erträge und Aufwendungen aus der stichtagsbezogenen Marktbewertung von Energiehandelsgeschäften - stieg im selben Zeitraum um 9 Prozent auf 212 Millionen Euro. Auch bei den anderen zentralen Ergebnisgrößen konnte das Unternehmen im ersten Halbjahr 2008/09 Verbesserungen in ähnlichen Größenordnungen erreichen. Damit erhöhte sich das Ergebnis je Aktie vor IAS 39 von 1,41 auf 1,50 Euro.

Insgesamt bezeichnete Dr. Müller die direkten Auswirkungen der Wirtschaftskrise auf das Ergebnis der MVV Energie als bisher noch gering: " Auch wenn das in den kommenden Mona-ten noch mehr werden dürfte, so helfen uns unsere Kundenstruktur sowie unsere breit gefächerten Geschäftsfelder." So könne das Unternehmen die krisenbedingten Absatzrückgänge im Industriekundengeschäft und den Rückgang der Gewerbeabfallmengen bei der MVV Umwelt durch die witterungsbedingten Ergebnissteigerungen mehr als ausgleichen.

Mit Blick auf das gesamte Geschäftsjahr 2008/09 bekräftigte der Vorstandsvorsitzende der MVV Energie daher aus heutiger Sicht die Erwartung, den Umsatz des Unternehmens auf 2,8 Milliarden Euro steigern zu können und beim operativen Ergebnis vor IAS 39 nur leicht unter dem Vorjahr zu liegen. Dr. Müller: "Wir haben allen Grund, optimistisch in die Zukunft zu blicken. Wir bereiten uns intensiv darauf vor."

Das gilt auch für den Bereich der Investitionen. Hier gibt es nach den Worten des Vorstandsvorsitzenden keine Abstriche: "Im Gegenteil. Gerade mit den Großprojekten, wie dem neuen Kessel 6 im Heizkraftwerk auf der Friesenheimer Insel in Mannheim oder dem groß angelegten Fernwärme-Ausbau in der Metropolregion Rhein-Neckar, investieren wir weiter in die Zukunft." Für die Mitarbeiter bedeute das sichere Arbeitsplätze und keine Angst vor Kurzarbeit oder Stellenabbau: "Vielmehr suchen wir seit Monaten in vielen Bereichen qualifizierte Kräfte."

Gleichzeitig profitiert die MVV Energie Gruppe auch von den veränderten Rahmenbedingungen des Energiemarktes. "Mit unseren bundesweiten Angeboten Stromfonds und Gasfonds sind wir genau zum richtigen Zeitpunkt auf den Markt gekommen und nun, da Industrie und Gewerbe sich intensiv um Einsparmöglichkeiten beim Energiebezug bemühen, sehr erfolgreich." Dies kommt auch dem Geschäftsfeld Energiedienstleistungen zugute, dessen Geschäftsmodell dem wachsenden Marktbedürfnis nach Energieeffizienz, Energiesparen und Klimaschutz entspricht. Und im Umweltbereich nutzt das Unternehmen die durch krisenbedingte Mengenrückgänge beim Industrie- und Gewerbeabfall verursachte schwächere Zeit, um anstehende Wartungs- und Reparaturarbeiten mit technischen Effizienzverbesserungen zu verbinden und sich damit auf den nächsten Konjunkturaufschwung und den damit verbundenen Anstieg der Abfallmengen vorzubereiten.

Einen deutlichen Rückgang hat MVV Energie in der ersten Hälfte seines laufenden Geschäftsjahres 2008/09 im Segment Strom zu verzeichnen. Trotz eines um 15 Prozent gestiegenen Absatzes und eines von 667 auf 874 Millionen Euro gestiegenen Umsatzes ist das operative Stromergebnis im Halbjahresvergleich um 15 auf 24 Millionen Euro gesunken. Als Ursache nannte der Vorstandsvorsitzende die gestiegenen Beschaffungskosten, die nicht an die Kunden weitergegeben werden konnten. Gleichzeitig sind die Erträge aus der Stromerzeugung in eigenen Kraftwerken aufgrund der gesunkenen Großhandelspreise zurückgegangen, während die Brennstoffkosten nicht in gleichem Maße gefallen sind.

Positiv dagegen haben sich durch den witterungsbedingten Mehrabsatz das Wärme- und das Gasgeschäft entwickelt. So konnte das Wärme-Ergebnis um 20 Prozent auf 72 Millionen Euro und das Gas-Ergebnis, zusätzlich getrieben durch die bundesweiten Vertriebserfolge, von 39 auf 63 Millionen Euro gesteigert werden. Beim Gas wirkten sich zudem als positive Einmaleffekte eine in Kiel erstmals erfolgte Verrechnung der Heizgaslieferungen, die zur Wärmeerzeugung eingesetzt wurden, mit 9 Millionen Euro sowie in Mannheim der Verkauf des Gasnetzes in Heddesheim mit 1,3 Millionen Euro aus.

Verbessert hat MVV Energie auch das Ergebnis im Segment Dienstleistungen. Hier konnte der Umsatz im Halbjahresvergleich von 137 auf 157 Millionen Euro und das EBIT von 7 auf 10 Millionen erhöht werden. Diese Zuwächse stammen im Wesentlichen aus der Inbetriebnahme des neuen Heizkraftwerkes im Werk der Continental AG im nordhessischen Korbach sowie aus dem ausgebauten Wärme-Contracting der MVV Energiedienstleistungen in Berlin.

Ausschlaggebend für die Einbußen im Umweltgeschäft - der Umsatz ging von 97 auf 96 Millionen Euro und das operative Ergebnis von 43 auf 38 Millionen Euro zurück - waren vor allem ein durch die Wirtschaftskrise verursachter Rückgang von Mengen und Preisen beim Gewerbeabfall sowie revisions- und störungsbedingte Ausfälle: "Das Abfallgeschäft spürt im Moment und sicher auch noch in den nächsten Monaten am stärksten den gegenwärtigen Konjunktureinbruch. Außerdem wirken sich Marktentwicklungen aus." Gleichzeitig sondiert die MVV Umwelt derzeit intensiv in Großbritannien neue Marktchancen.

Mannheim, 15. Mai 2009

Kennzahlen MVV Energie Gruppe
1. Oktober 2008 - 31. März 2009

in Mio Euro 2008/2009 2007/2008 % Vorjahr
Umsatz ohne Strom- und Erdgassteuer 1 788 1 412 + 27
EBITDA vor IAS 391 284 266 + 7
EBITA vor IAS 391 212 194 + 9
EBIT vor IAS 391 212 194 + 9
EBT vor IAS 391 171 156 + 10
Periodenergebnis vor IAS 391 115 103 + 12
Periodenergebnis nach Fremdanteilen vor IAS 391 99 91 + 9
Ergebnis je Aktie vor IAS 391, 2 in Euro 1,50 1,41 + 6
Bilanzsumme (zum 31.3.2009 bzw. 30.9.2008) 4 343 3 787 + 15
Eigenkapital (zum 31.3.2009 bzw. 30.9.2008) 1 120 1 270 - 12
Investitionen3 84 93 - 10
Mitarbeiter
(Anzahl zum 31.3.2009 bzw. 31.3.2009)4
5 838 6 295 - 7

1 Ohne nicht operative Bewertungseffekte aus Finanzderivaten
2 Anzahl der Aktien (gewichteter Halbjahresdurchschnitt) durch Kapitalerhöhung von 64,7 auf 65,9
   Millionen gestiegen
3 Investitionen in immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und als Finanzinvestitionen gehaltene
   Immobilien sowie Auszahlungen für den Erwerb von voll- und quotenkonsolidierten Unternehmen
   und übrige Finanzanlagen
4 Einschließlich Fremdpersonal im MHKW Mannheim

Hinweis: Den vollständigen Finanzbericht zum 1. Halbjahr des Geschäftsjahres 2008/09 finden Sie auf dieser Internet-Seite im Download-Bereich: weiter

 

 
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